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Defensive Glanzleistung: Big-Points in Bittenfeld

Mit einer leidenschaftlichen und über 60 Minuten hochkonzentrierten Abwehrleistung hat der TV 1861 Erlangen-Bruck das Auswärtsspiel bei der Bundesligareserve des TV Bittenfeld 1898 II klar mit 32:22 (15:13) für sich entschieden.


Zäher Beginn, verdiente Halbzeitführung


Die Partie begann wie erwartet schwerfällig. In den Anfangsminuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend, einfache Tore waren Mangelware. Nach zehn Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 4:4 – ein passendes Spiegelbild der umkämpften und zerfahrenen Anfangsphase. Brooklyn setzte früh auf körperliche Präsenz und konsequentes Verschieben in der Deckung und bekam die stark auf Eins-gegen-eins ausgerichtete Spielweise der Gastgeber gut in den Griff.


Eine stabile Defensive war der Schlüssel zum Erfolg in Bittenfeld. Foto: Jens Körner (@Bildermacher-Sport)
Eine stabile Defensive war der Schlüssel zum Erfolg in Bittenfeld. Foto: Jens Körner (@Bildermacher-Sport)

Ein entscheidender Moment folgte in der 23. Minute: Maurice Widmaier, einer der Leistungsträger der Bittenfelder, sah nach einem harten Einsteigen die Rote Karte. Die Gastgeber verloren damit nicht nur eine Schlüsselposition, sondern in der Folge auch sichtbar an Stabilität.


Getragen von Ballgewinnen in der Abwehr und einem stark aufgelegten Philippe Golla im Tor, der bereits in der ersten Hälfte mehrere freie Würfe entschärfte, übernahm Erlangen-Bruck ab der 11. Minute dauerhaft die Führung. Über 8:4 (15.) und 13:9 (24.) ging Brooklyn schließlich mit einer verdienten 15:13-Führung in die Kabine.


Zweite Hälfte: Abwehr dominiert das Spiel


Nach dem Seitenwechsel erhöhte Erlangen-Bruck die Intensität nochmals deutlich. Die Deckung agierte nun nahezu fehlerfrei, ließ kaum Durchbrüche zu und zwang Bittenfeld immer wieder ins Zeitspiel oder zu unvorbereiteten Abschlüssen. Nach 40 Minuten betrug der Vorsprung bereits fünf Tore – ein klares Abbild des Spielverlaufs.


Spätestens beim 27:19 in der 50. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Bittenfeld fand offensiv keine Lösungen mehr, während Erlangen-Bruck die Partie kontrolliert und geduldig zu Ende spielte. Auch das Torhüterduell ging klar an die Gäste, die in dieser Phase mehrfach freie Würfe parierten und jeden Ansatz einer Aufholjagd früh unterbanden.


Deckung als Fundament des Erfolgs


Auch wenn im Angriff konstant Tore erzielt wurden, war es vor allem die defensive Geschlossenheit, die den Unterschied ausmachte. Brooklyn entschied das Spiel diesmal nicht durch ein Offensivfeuerwerk, sondern durch harte Zweikämpfe, sauberes Stellungsspiel und konsequente gegenseitige Hilfe in der Abwehr. Bittenfeld erwischte zwar keinen Sahnetag, wurde jedoch auch immer wieder von der aggressiven und disziplinierten Deckung der Gäste dazu gezwungen.


Mit dem souveränen Auswärtserfolg sicherte sich der TV 1861 Erlangen-Bruck zwei enorm wichtige Zähler im Abstiegskampf. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nun sechs Punkte, gleichzeitig klettert Brooklyn auf Tabellenplatz zehn und verschafft sich damit etwas Luft im unteren Tabellendrittel.


Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht: Bereits am kommenden Sonntag wartet mit der SG Pforzheim-Eutingen der aktuelle Tabellen­sechste auf Erlangen-Bruck. Die Mannschaft geht hochmotiviert in dieses Heimspiel, will die nächsten Punkte einfahren und auch im Kalenderjahr 2026 weiterhin ungeschlagen bleiben. Tickets für die Partie sind sowohl online als auch an der Abendkasse erhältlich.

 
 
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