Intensiver Saisonauftakt – Bruck unterliegt Horkheim knapp mit 36:38
- vor 4 Stunden
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Der TV 1861 Erlangen-Bruck ist mit einem echten Handball-Feuerwerk in die neue Saison gestartet. Vor 350 Zuschauern in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle entwickelte sich gegen den TSB Heilbronn-Horkheim ein hochintensives, temporeiches und bis in die Schlusssekunden offenes Duell, das die Gäste am Ende knapp mit 36:38 (22:19) für sich entschieden. Trotz der Niederlage zeigte Bruck eine Leistung, die deutlich macht, dass die Mannschaft bereit ist für die kommenden Aufgaben.
📸 Audrius Brazauskas
Die Woche vor dem Spiel stand unter besonderen Vorzeichen: Co-Trainer Moritz Sokol übernahm in Vertretung für den verhinderten Cheftrainer Sebastian Wilfling die Trainingsleitung und führte das Team auch am Spieltag. Die Mannschaft folgte ihm mit spürbarer Ruhe und Vertrauen – und genau das spiegelte sich im Auftakt wider. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit hohem Tempo, in dem Bruck mutig agierte und früh Lösungen im Angriff fand. Philipp von Alvensleben prägte die Anfangsphase mit starken Würfen aus dem Rückraum und setzte wichtige Akzente, während die Defensive kompakt arbeitete und die Halle sofort in Stimmung war.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelang es Bruck, sich Schritt für Schritt abzusetzen. Die erste Welle lief, die Abwehr stand stabil, und die Gastgeber erspielten sich eine verdiente 22:19-Führung zur Pause. Doch nach dem Seitenwechsel zeigte Horkheim, warum sie zu den abgezocktesten Teams der Liga gehören. Die Gäste nutzten kleine Unkonzentriertheiten konsequent aus und fanden immer wieder ihren Schlüsselspieler: Yannik Starz, der am Ende auf beeindruckende 14 Treffer kam und alle sechs Siebenmeter sicher verwandelte. Seine Durchschlagskraft brachte Bruck zunehmend in Bedrängnis.
Zeitstrafen – darunter die Disqualifikation gegen Sebastian Walz – erschwerten die Brucker Defensive zusätzlich. Horkheim drehte das Spiel, setzte sich zwischenzeitlich ab und zwang Bruck zu einer Phase des Kampfes und der Geduld. Doch die Mannschaft zeigte Moral. Sie blieb ruhig, suchte weiter ihre Chancen und kämpfte sich Tor um Tor zurück. Die Halle trug das Team, jeder Treffer wurde gefeiert, und als Bruck kurz vor Schluss auf 36:37 verkürzte, lag ein Comeback in der Luft. Die Schlussphase wurde zum echten Krimi – doch Horkheim blieb in den entscheidenden Momenten abgeklärt und setzte mit dem letzten Treffer zum 36:38 den Schlusspunkt.
Am Ende steht eine Niederlage, die schmerzt, aber gleichzeitig zeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Bruck hat über weite Strecken mutig, geschlossen und mit viel Herz gespielt – und deutlich gemacht, dass es in dieser Liga jederzeit konkurrenzfähig ist. Die Jungs haben sich auch in schwierigen Phasen nicht aus der Ruhe bringen lassen und bis zur letzten Sekunde alles investiert. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen, und die kommenden Wochen bieten genügend Möglichkeiten, sich für diesen starken Auftritt zu belohnen.
Vielen Dank an die zahlreichen Fans, die zum Saisonauftakt in die Halle gekommen sind und das Team über 60 Minuten lautstark unterstützt haben. Eure Präsenz und eure Energie machen Heimspiele in Bruck besonders – und darauf freut sich die Mannschaft auch in den kommenden Wochen.
TV 1861 Erlangen-Bruck:
Golla, von Alvensleben (7), Kokott (7), Beyer (5), Speck (4), Neuß (2), Gladun (2), Weisert (2), Weber (2), Banik (2), Panholzer (1), von der Burg (1), Walz (1), Steinmann, Maidl, Brossog



