Starker Comeback-Sieg für Brooklyn United im Bayernderby
- vor 19 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Im wichtigen Abstiegskampf-Duell der 3. Liga Süd hat sich der TV 1861 Erlangen-Bruck auswärts beim TuS Fürstenfeldbruck mit 38:36 (17:20) durchgesetzt. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit und zwischenzeitlich sechs Toren Rückstand zeigten die Gäste aus Erlangen-Bruck eine beeindruckende Moral und drehten die Partie mit einem furiosen Lauf im zweiten Durchgang.
Früher Rückschlag und schwierige erste Halbzeit
Die Partie begann denkbar ungünstig für Brooklyn United. Zwar konnte Lasse Schmid in der 2. Minute zum 1:1 ausgleichen, doch schon früh musste Bruck einen Rückschlag hinnehmen: Nach einem unglücklichen Zusammenstoß auf Außen sah Christian Steinmann in der 3:30 Minute die Rote Karte. Kurz zuvor hatte bereits Sebastian Walz (2:53 Min) eine Zeitstrafe kassiert, sodass die Gäste in der Anfangsphase mehrfach in Unterzahl agieren mussten.

Fürstenfeldbruck nutzte diese Phase konsequent aus. Vor allem Tom Elschner vom Siebenmeterpunkt sowie die Rückraumspieler Philipp Hlawatsch und Kilian Weigl stellten die Brucker Abwehr immer wieder vor Probleme. Über 8:5 (10. Min) und 10:6 (12. Min) setzte sich der TuS zunächst ab.
Immer wieder hielt jedoch Marius Hümpfer seine Mannschaft im Spiel. Der Rückraumspieler traf unter anderem zum 11:10 (16. Min) und brachte Brooklyn damit wieder auf ein Tor heran. Doch defensiv bekam Bruck die starken Eins-gegen-eins-Aktionen der Gastgeber weiterhin selten unter Kontrolle.
Als Hlawatsch in der 22:43 Minute zum 17:13 traf, schien Fürstenfeldbruck das Spiel im Griff zu haben. Brooklyn blieb jedoch dran: Hümpfer und Schmid verkürzten auf 17:15. Trotz dieser Phase gingen die Gastgeber schließlich mit einer 20:17-Führung in die Halbzeit.
Fehlstart nach der Pause
Mit dem klaren Ziel einer kompakteren und offensiveren Abwehr kam Brooklyn United aus der Kabine. Doch der Start in die zweite Hälfte misslang komplett. Fürstenfeldbruck erhöhte schnell auf 21:17 (32. Min) und baute den Vorsprung über 23:17 (34. Min) weiter aus.
Spätestens beim 26:20 durch Steinbrecher in der 36:39 Minute schien die Partie endgültig zugunsten der Hausherren zu kippen.
Der Wendepunkt: 9:2-Lauf in wenigen Minuten
Doch plötzlich kippte das Momentum komplett. Die Brucker Abwehr packte deutlich aggressiver zu, während Philippe-Louis Golla im Tor wichtige Paraden zeigte. Gleichzeitig nutzte Brooklyn konsequent das Tempospiel.
Der Startschuss zur Aufholjagd fiel durch Julian Mangen zum 26:21 (38:03). Kurz darauf traf Philipp von Alvensleben zum 26:22 (38:46).
Binnen weniger Minuten entwickelte sich ein spektakulärer Lauf:
• Lorenz Maidl – 27:23 (39:16)
• Jonas Poser – 27:24 (39:51)
• Poser erneut – 27:25 (40:35)
Nach dem Timeout der Gastgeber ging der Sturmlauf weiter. Mangen (41:18) und Mangen erneut (42:13) brachten Brooklyn bis auf 28:27 heran, ehe von Alvensleben in der 42:52 Minute zum 28:28 ausglich. Nur Sekunden später gab es die erste Führung des Spiels – 29:28 (43:34).
Innerhalb weniger Minuten hatte Brooklyn United einen 9:2-Lauf hingelegt und das Spiel komplett gedreht.
Brooklyn bringt den Sieg souverän nach Hause
Nach dem 29:29-Ausgleich (46. Min) blieb das Spiel zwar weiterhin intensiv, doch die Gäste behielten nun die Kontrolle.
Lasse Schmid und Lorenz Maidl stellten auf 31:29, bevor Julian Mangen in der 49. Minute das 32:29 erzielte. In dieser Phase überzeugte Brooklyn vor allem durch eine hervorragend ausgespielte zweite Welle.
Fürstenfeldbruck kämpfte sich zwar noch einmal heran – etwa durch Elschner zum 31:33 und 32:34 – doch die Gäste ließen sich die Führung nicht mehr nehmen.
Spätestens mit dem 36:33 durch Mangen in der 57. Minute war der Auswärtssieg greifbar. Auch in der hektischen Schlussphase blieb Bruck abgeklärt. Lorenz Maidl erhöhte auf 37:34 und Julian Mangen machte mit dem 38:35 endgültig den Deckel drauf. Der letzte Treffer der Gastgeber zum 36:38-Endstand kam praktisch mit der Schlusssirene.
Wichtiger Schritt im Abstiegskampf
Mit diesem wichtigen Auswärtssieg im Bayernderby verschafft sich Brooklyn United eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt. Da zeitgleich ein direkter Konkurrent Punkte liegen ließ, kann rechnerisch nur noch SG Köndringen/Teningen die Erlanger auf einen Abstiegsplatz verdrängen.
Vor allem die Moral nach dem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand sowie der spektakuläre Zwischenspurt im zweiten Durchgang zeigten einmal mehr, welche Qualität in der Mannschaft von Brooklyn United steckt.
TV 1861 Erlangen-Bruck: Meyer, Golla; Schmid (7), Mangen (7), Hümpfer (6), von Alvensleben (5), Poser (4/3), Maidl (4), Walz (2), Hermann (2), Schindler (1), Neuß, Steinmann, Banik, Hartmann, Beyer.




