Bittere Auswärtsniederlage in Pfullingen trotz großem Kampf
- joern-marks
- vor 1 Tag
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Aktualisiert: vor 13 Stunden
TV 1861 Erlangen-Bruck unterliegt beim VfL Pfullingen mit 35:38 (15:17)
Der TV 1861 Erlangen-Bruck musste sich am vergangenen Samstagabend beim VfL Pfullingen nach einem intensiven, phasenweise zerfahrenen Drittligaspiel mit 35:38 geschlagen geben. Trotz eines starken Starts, großer Moral und mehrfacher Aufholjagden gelang es Brooklyn United nicht, die entscheidenden Momente auf seine Seite zu ziehen.

Traumstart für Brooklyn United
United kam hervorragend in die Partie. Die Gastgeber aus Pfullingen leisteten sich in der Anfangsphase einige technische Fehler, die Bruck konsequent bestrafte. Über schnelles Umschaltspiel und einfache Tore aus dem Gegenstoß erspielte sich Brooklyn früh eine 1:4-Führung. Auch defensiv zeigte sich die Mannschaft zunächst aufmerksam und aggressiv.
Der starke Beginn zwang Pfullingen bereits in der 8. Minute zur frühen Auszeit beim Stand von 2:7. Brooklyn hatte das Tempo unter Kontrolle und bestimmte die Anfangsphase klar.
Bruch im Spiel – Pfullingen kämpft sich zurück
Nach der starken Anfangsphase schlich sich jedoch ein kleiner Bruch ins Brucker Spiel ein. Der Spielfluss ging verloren, im Angriff häuften sich nun ebenfalls technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse. Pfullingen nutzte diese Phase, kam Tor um Tor heran und glich in der 17. Minute zum 8:8 aus, was nun wiederum United zu einer Auszeit zwang.
Das Spiel wurde zunehmend hitziger und zerfahrener. In der 22. Minute kam es nach einem harten Einsteigen zur roten Karte gegen Pfullingens Lukas List. Die folgende Rudelbildung führte zusätzlich zu einer Zeitstrafe gegen Bruck (2 Minuten Poser). Statt die Überzahl konsequent zu nutzen, ließ United jedoch weitere gute Möglichkeiten liegen.
Bis zur Pause entwickelte sich eine ausgeglichene, aber fehlerbehaftete Partie. Bruck blieb zwar dran, konnte das Momentum jedoch nicht mehr zurückholen. Mit einer 17:15-Führung für Pfullingen ging es in die Kabinen.
Stotternder Start nach der Pause
Auch der Beginn der zweiten Halbzeit verlief aus Brucker Sicht holprig. Technische Fehler und fehlende Konsequenz im Abschluss ermöglichten es den Gastgebern, den Vorsprung leicht auszubauen (21:17, 34. Minute). Dennoch ließ sich United nicht abschütteln und blieb in Schlagdistanz.
Brooklyn zeigte Moral, kämpfte sich immer wieder heran und profitierte von gelungenen Einzelaktionen. Dennoch fehlte in dieser Phase die defensive Stabilität. Zu offene Abwehrarbeit und mehrere Zeitstrafen verhinderten eine echte Wende.
Hoffnung, Kampf – und vergebene Chancen
In der 40. Minute reagierte Pfullingen beim Stand von 24:22 mit einer weiteren Auszeit, da United weiterhin Druck machte. Kurz darauf setzte Torhüter Golla mit einem gefangenen Siebenmeter (44. Minute) ein starkes Zeichen und hielt Brooklyn im Spiel.
Doch erneut ließ Bruck im Angriff zu viele Chancen liegen. Die Chancenverwertung blieb ein entscheidender Faktor – besonders in einem Spiel, das zunehmend zerfahren und schleppend verlief. Immer wieder gelang es, auf zwei Tore heranzukommen, doch der letzte Schritt fehlte.
Offener Schlagabtausch in der Schlussphase
In der Schlussviertelstunde entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beim 32:30 in der 54. Minute sorgte ein sehenswertes Kempa-Tor für einen der Höhepunkte aus Brucker Sicht. Die Hoffnung auf einen möglichen Punktgewinn lebte weiter.
Defensiv offenbarte United jedoch weiterhin Schwächen, insbesondere im 1-gegen-1-Verhalten, das gegen die individuell starken Pfullinger nicht stabil genug war. Pfullingen nutzte dies konsequent aus und setzte sich in den letzten Minuten entscheidend ab.
Am Ende musste sich Brooklyn United trotz großem Einsatz und hoher Moral mit 35:38 geschlagen geben.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Samstag, den 07.02. um 20:00 Uhr, steht für Brooklyn United das nächste wichtige Spiel an. In der KHHH empfängt der TV 1861 Erlangen-Bruck die HBW Balingen-Weilstetten II. Nach dem intensiven Auftritt in Pfullingen will United vor heimischem Publikum wieder punkten und die starke Moral nun in Zählbares ummünzen. Dafür braucht es die volle Unterstützung von den Rängen, also kommt vorbei!
TV 1861 Erlangen-Bruck: Moritz Meyer, Philippe-Louis Golla; Jonas Poser (10), Philipp von Alvensleben (8), Julian Mangen (5), Lasse Schmid (4), Christian Steinmann (3), Ferdinand Neuß (2), Sebastian von der Burg (2), Sebastian Walz (1), Marius Hümpfer, Steffen Banik, Tom Hartmann, Benjamin Beyer, Lorenz Maidl, Jens Schindler




