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Krimi in der KHHH: Brooklyn trotzt dem Tabellenzweiten einen Punkt ab

Was für ein Auftakt in das Handballjahr 2026! In einer hochdramatischen Partie trennte sich der TV 1861 Erlangen-Bruck am Samstagabend mit 33:33 (19:16) von der Bundesliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen. Trotz einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung kurz vor Schluss reichte es am Ende „nur“ für einen Punkt.



Bester Troschütze für Brooklyn: Basti Walz        📸: Harald Sippel
Bester Troschütze für Brooklyn: Basti Walz 📸: Harald Sippel

Starker Start und Dominanz


Nach der kurzen Winterpause und einer intensiven Vorbereitung brannten die „Brucker Jungs“ darauf, die Scharte aus dem Hinspiel (31:36) auszuwetzen. Trainer Roland Nixdorf hatte seine Mannschaft perfekt eingestellt: Von der ersten Sekunde an agierte die Abwehr aggressiv und hellwach. Jonas Poser eröffnete die Partie mit dem 1:0 in bekannter Manier per Gegenstoß. Besonders in der ersten Halbzeit fand Brooklyn United immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive. In der 7. Minute markierte Lorenz Maidl das 5:2 und sorgte für lautstarken Jubel in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle. Die Hausherren hielten das Tempo hoch. Auch als die Löwen versuchten, über ihren Toptorschützen Lennart Karrenbauer den Anschluss zu finden, blieben die Brucker bei ihrem Spiel und erhöhten durch Lasse Schmid in der 12. Minute auf 8:5. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erspielte sich Bruck so eine verdiente 19:16-Pausenführung.


Bruck auf Siegkurs – Die dramatische Schlussphase


Auch nach dem Seitenwechsel blieb Brooklyn zunächst am Drücker. Der mit 7 Toren an diesem Tag erfolgreichste Torschütze, Sebastian Walz, eröffnete mit seinem Tor die zweite Halbzeit und war Initiator für einen 3-0-Lauf der Heimmanschaft. In der 35. Minute schien beim Stand von 24:18 alles auf einen Heimsieg hinzudeuten. Die Löwen erhöhten nun jedoch den Druck, doch Brooklyn hielt dagegen: Als Tom Hartmann in der 49. Minute zum 31:28 traf und Philipp von Alvensleben nur eine Zeigerumdrehung später das 32:28 (50.) nachlegte, war der Heimsieg zum Greifen nah.

Die letzten Minuten entwickelten sich jedoch zu einer echten Nervenschlacht. Eine Zeitstrafe gegen Ferdinand Neuß (54.) schwächte die Brucker Defensive, was die Gäste eiskalt ausnutzten. Jan Day verkürzte in der 57. Minute auf 32:31. Als Frederik Daniel Breithaupt in der 59. Minute den Ausgleich zum 32:32 erzielte, stand die Halle Kopf. Doch Brooklyn gab nicht auf: Christian Steinmann tankte sich 55 Sekunden vor dem Ende durch und markierte das vielumjubelte 33:32 (60.).


Turbulente Schlusssekunden


Was sich in den letzten 25 Sekunden abspielte, war an Dramatik kaum zu überbieten. Nach einem harten Einsteigen kam es zu einer Rudelbildung, die in einer doppelten Disqualifikation endete: Sowohl Elias Ciudad-Benitez (Löwen) als auch Abwehrchef Lasse Schmid sahen in der 60. Minute die Rote Karte. Zudem entschieden die Unparteiischen auf Siebenmeter für die Gäste. Jan Day behielt die Nerven und verwandelte 19 Sekunden vor dem Ende zum 33:33-Endstand.


Fazit: Ein gewonnener Punkt gegen den Favoriten. Auch wenn der späte Ausgleich schmerzt, überwiegt der Stolz. Gegen den Tabellenzweiten hat Brooklyn United bewiesen, dass man mit jedem Gegner mithalten kann. Ein riesiges Dankeschön geht an die Fans, die die Halle in einen Hexenkessel verwandelt haben!


Moritz Meyer, Philippe-Louis Golla; Sebastian Walz (7), Lasse Schmid (5), Jonas Poser (4), Philipp von Alvensleben (4), Marius Hümpfer (3), Julian Mangen (3), Lorenz Maidl (3), Tom Hartmann (2), Ferdinand Neuß (1), Christian Steinmann (1), Steffen Banik, Jan Lukas Hermann, Jens Schindler, Sebastian von der Burg.

 
 
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